Internationale Theaterspiele

Der Amateurtheaterverein Pforzheim e.V. richtet in Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Osterfeld und dem Jugendkulturtreff Kupferdächle von Donnerstag,
26. Mai bis Sonntag, 29. Mai 2011 die Internationalen Theaterspiele mit dem Schwerpunkt Jugendtheater aus. Im Mittelpunkt stehen neben der Präsentation der Amateurtheaterproduktionen die internationale Begegnung und der künstlerische Austausch zwischen den teilnehmenden Gruppen.
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PROGRAMM
Do.26.05. 18.00 Uhr (Kulturhaus Osterfeld):
Eröffnung der Internationalen Theaterspiele 2011
mit der Improtheatergruppe „Au Ja!“
Die Theaterspiele 2011 starten mit einer feierlichen Eröffnung im Kulturhaus Osterfeld, bei der die weit gereisten, internationalen und nationalen Gäste empfangen werden. Neben einem Überblick über die Spieltage und einer offiziellen Begrüßung durch die Bürgermeisterin der Stadt Pforzheim, Frau Müller, erhält die Feierlichkeit durch erfrischendes Impro-Theater der Gruppe „Au Ja!“ aus dem Kupferdächle einen jugendlichen Charme.

Do.26.05. 20.00 Uhr (Kulturhaus Osterfeld):
„ImBiss – Biss zur letzten Currywurst“
vom Amateurtheaterverein Pforzheim.
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In der aktuellen Jugendtheaterproduktion am Kulturhaus Osterfeld mit dem Arbeitstitel „ImBiss“ dreht sich alles um den Imbiss von Inhaberin Margot. Zu allen Tageszeiten versammelt sich das ganze Kolorit der Großstadtmenschen an ihrem Imbiss. Aber nicht nur die Menschen am Imbiss schreiben ihre Geschichte fort, auch Margot erlebt Höhen und Tiefen und wirft trotzdem jeden Morgen zur selben Zeit den Grill an. Wie lange noch? Ein gieriger Geschäftsmann hat schon längst ein Auge auf das gut gelegene Grundstück geworfen. Zum Glück kommt ihr bester Freund Eddie jeden Tag vorbei, dem sie ihr Herz immer ausschütten kann.

Fr.27.05. 15.00 Uhr (Kupferdächle):
„I love Hippolytos“ nach „Phaidra“,
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KörTelikör, Györ/Ungarn (Stück von István Tasnádi in ungarischer Sprache).
Basierend auf dem alten griechischen Tragödienstoff über Phaidra und Hippolytos und frei nach der modernen Fassung des zeitgenössischen ungarischen Autors István Tasnádi wird die unmögliche Liebesgeschichte der Amazonentochter und von der Gruppe KörTelikör noch einmal neu präsentiert. Die Königin Phaidra verliebt sich in ihren eigenen Stiefsohn Hippolytos, während ihr Mann im Koma liegt. Doch Hippolytos lehnt Phaidra ab und schafft es mit Hilfe eines Freundes sich ihrer zu entledigen. Eine Geschichte über Verrat, Betrug und unerwiderte Liebe, deren Ausgang offen bleibt.
Die Gruppe gründete sich im Jahr 2006 in Györ / Ungarn. Nach Improvisationstraining und klassischen Stücken wendeten sie sich in jüngster Zeit den zeitgenössischen Autoren zu. Inzwischen arbeiten sie als freie Theatergruppe und führen sowohl in Györ als auch in Budapest auf.

Fr.27.05. 17.30 Uhr (Stadtgarten):
„Was in einem Park vorkommen kann und was nicht“,
Straßentheater von F-Actor, Györ/Ungarn.
Die ungarische Theatergruppe F-Actor hat sich mit diesem Stück dem Straßentheater verschrieben. Die jungen Schauspieler werden in einem Park auftreten, jeder Passant wird dabei zum passiven oder auch mal zum aktiven Zuschauer. In kurzen Szenen werden Lebenssituationen junger Menschen dargestellt, die jeder kennt, mal improvisiert, mal choreographiert, aber immer voller Überraschungen, Witz und Herz. Da es kein Textbuch gibt, schaffen es die Schauspieler über sprachliche Barrieren hinweg jedes Publikum durch ihr ausdrucksstarkes, phantasievolles Spiel zu gewinnen. Man kann also gespannt sein, was in einem Park in Pforzheim so alles vorkommen kann und was nicht.
Die Gruppe aus Ungarn spielt bereits seit fünf Jahren zusammen. Alle Darsteller sowie der Regisseur verfügen über langjährige Theatererfahrung. Die Gruppe F-Actor nahm bereits an einigen (inter-)nationalen Festivals teil und erlangte diverse Preise. Zusammen hält sie die Liebe zum Theater und das gemeinsame kreative Schaffen.

Fr.27.05. 21.00 Uhr (Kupferdächle):
„Isoliert! Die Geschichte eines Amokläufers“,
„Junge Bühne 31“, Schultheater, Pforzheim.
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Eigentlich fällt Mike gar nicht auf. Er geht in die Schule, hat Freunde und eine normale Familie. Doch nach und nach läuft alles aus dem Ruder. Die Schule nervt, sein Freund Dennis hat plötzlich keine Lust mehr auf Computerspiele und Leila erwidert seine Gefühle nicht. Als schließlich noch die Versetzungsgefahr droht und sein Vater ausrastet, zieht sich Mike immer mehr zurück. Er fühlt sich als einsamer Versager. Alle sind gegen ihn. In seiner Isolation geht er bis zum Äußersten. Doch niemand nimmt seine Veränderung wahr. Rache aus Schmerz – Wut aus Ohnmacht. In drei Akten wird die fiktive, aber an realen Geschehnissen angelehnte Geschichte des jungen Amokläufers erzählt. Neben den sichtbaren Ereignissen wird durch Einsatz von unterschiedlichen Projektionstechniken die Parallelwelt von Mike gezeigt.
Die Junge Bühne 31 unter der Leitung von Kupferdächle-Theaterpädagogin Karin Hobinka ist ein Projekt, in dem Schüler Theater für Schüler machen. Dabei werden alle Stücke selbst erarbeitet über Improvisation und szenisches Schreiben. So entstehen jugendrelevante und äußerst authentische Jugendtheaterstücke. Nach jeder Produktion wechselt die Besetzung, sodass immer neue Schauspieler eine Chance haben, mitzuwirken.

Sa.28.05. 15.30 Uhr (Kulturhaus Osterfeld):
„Liebe wär’ schön“
Jugendbühne Ostfildern, Stück von Sungard Rothschädl.
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Die Jugendlichen dieses Stückes treffen in verschiedenen Situationen, Konstellationen und in unterschiedlichsten Stimmungen zusammen. Alle suchen im Grunde nach Liebe und Zuneigung. Beste Freundinnen, Liebespaare, Geschwister oder nur einfach flüchtige Bekannte streiten, schweigen, flirten, beobachten sich und sprechen aneinander vorbei. Auf einer Party kommen dann noch Drogen dazu, was groteske bis tragische Folgen mit sich zieht. Die Inszenierung wechselt zwischen humorvoll und nachdenklich.
Die Jugendbühne Ostfildern (JuBO) besteht z. Zt. aus 22 aktiven Jugendlichen aller Schularten mit unterschiedlichem sozialen, religiösen und ethnischen Hintergrund. Seit April haben sie sich als eigenständiger gemeinnütziger Verein gegründet mit einem 4-köpfigen jugendlichen Vorstand.

Sa.28.05. 19.30 Uhr (Kulturhaus Osterfeld):
„König Lear“ von William Shakespeare,
Theater-AG Otto-Hahn-Gymnasium, Tuttlingen.
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Jeder macht mal Fehler – aber dass sie solche tragischen Folgen haben wie in Shakespeares Lear, das kommt nicht oft vor.
Es beginnt wie im Märchen: Es war einmal ein alter König, der wollte seine Macht abgeben und sein Reich unter den drei Töchtern verteilen. Deshalb kam er auf die grandiose Idee, derjenigen den größten Teil zu geben, die ihn am meisten liebte. Nur – wie misst man „Liebe“? Der König glaubt, durch Worte, doch hierin irrt er gründlich. Aus dem allmächtigen König wird im Laufe der Tragödie der ohnmächtige Narr. Zum Schluss muss er einsehen, dass das Wort „Von Nichts kommt Nichts“ für ihn wahr geworden ist.

Sa.28.05. 22.00 Uhr (Kulturhaus Osterfeld):
„Die Jungfräulichkeit“,
Theatr Narybek, Myslowice/Polen (Stück von Ruta Kavalkanti In engl. Sprache).
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Eine Jungfrau hat eine geniale Idee: Sie will ihre Jungfräulichkeit verkaufen. Selbstverständlich nicht an den Erstbesten und schon gar nicht für lausiges Geld. Die Jungfrau ist mit ihrer Idee ihrer Zeit weit voraus. Das sieht man daran, dass sie trotz ihrer Beharrlichkeit ihr Ziel zu erreichen, an den verstaubten Ansichten einer Gesellschaft scheitert, die noch in der letzten Epoche stecken geblieben ist. Die Ein-Frau-Show überzeugt durch eine abwechslungsreiche Mischung aus Schauspiel, Gesang, Tanz und Improvisation.
Unter der künstlerischen Leitung von Jarek Filipski (Teatr from Poland) erarbeitet die Gruppe ganz unterschiedliche Werke. Das erfolgreiche Monodrama „Hier waren wir noch nie“ erzielte zahlreiche Preise, danach führte die polnische Gruppe ein Familienstück im Freilichttheater auf. Das aktuelle Stück ist ein Ein-Personen-Stück mit Musiker.

So.29.05. 10.30 Uhr (Kupferdächle):
„Du bist dran!“,
Liki, Irkutsk/Russland (Stück nach Ed McBain).
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Das Stück, das sich frei anlehnt an den gleichnamigen Psychothriller von Ed McBain, handelt von einem Jungen, der gezwungen ist, so zu leben, wie seine Clique es von ihm fordert. Während er sich notgedrungen seiner sozialen Umgebung anpasst, verliert er sich selbst immer mehr aus den Augen – mit tragischen Folgen. Im Stűck werden Fragmente aus den Essays der Teilnehmer eingebaut, in denen sie von den Problemen, Träumen und Visionen der Jugend reden. „Du bist dran!“ ist ein Aufruf der Jugend an Ihresgleichen, nach eigenen Werten und Prioritäten zu leben.
Die Gruppe Liki besteht aus Schülerinnen und Schülern der Schule Nr. 64 in Irkutsk / Russland. Die Schüler proben dort unter der Leitung einer professionellen Regisseurin. Da in der Schule ein erweiterter Deutschkurs stattfindet, wird die Gruppe auch bei diesen Theaterspielen wieder in deutscher Sprache aufführen.
Infos und Kartenbestellungen
Kulturhaus Osterfeld: Telefon 07231-31 82 15, www.kulturhaus-osterfeld.org
Kupferdächle: Tel. 07231-2 80 95-0, www.kupferdaechle.de
Unterstützt von der Werner Wild Stiftung Pforzheim, dem Land BW
über den Landesverband Amateurtheater BW e.V., der Stadt Pforzheim,
dem Enzkreis, dem Bund Deutscher Amateurtheater e.V. und der
AG Kulturregion Nordschwarzwald.
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